Warum nicht mal nach „Ludrüwwe“?

Dauer: 45-60 Minuten. Umgebung: Rhein.

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Ludwigshafen, „LU“, „Ludrüwwe“ – böse Zungen sprechen auch vom „Industriegebiet Mannheim-West“. Aber ein Spaziergang über den Rhein lohnt allemal!

Im Zuge des Baus der „Rheingalerie“ hat Ludwigshafen auch die Rheinschanzenpromenade auf Vordermann gebracht. Es ist sehr angenehm, an einem warmen,sonnigen Tag dort entlang zu spazieren, sich auf eine Bank oder einen Liegestuhl in die Sonne zu setzen und nach Mannheim hinüber zu schauen.

Wir überqueren die Adenauerbrücke auf der rechten, nördlichen, rheinabwärts gelegenen Seite. Der Aufgang ist etwas schwierig zu finden. Vom Schloss aus vielleicht am besten so:

Quelle: OpenStreetMap

Am Ende der Brücke gehen wir rechts zum Rheinufer hinunter.

Gegenüber sehen wir unter anderem den „Speicher 7“ – hier der Spazierweg dahin.

Wir gehen rheinabwärts auf der Rheinschanzenpromenade, bis zur Rheingalerie. Wenn nicht gerade pandemiebedingt alles geschlossen ist, gibt es hier einen Biergarten. Und natürlich die Rheingalerie selbst.

Hier können wir uns am Blick auf die Mannheimer Rheinfront erfreuen.

Danach kehren wir auf dem selben Weg, auf dem wir gekommen sind, zurück.

Ein längerer Wanderweg nach und durch Ludwigshafen, und dann über den Mühlauhafen findet sich hier.

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Auf die Neckarspitze!

Dauer: 90-120 Minuten. Umgebung: Industriekultur, Rhein, Neckar.

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Eine längere Strecke, von den Quadraten aus. Ihr könnt ja dort ein kleines Picknick machen – aber bitte euren Müll wieder mitnehmen! Und auf dem Weg im Industriegebiet frohgemut meinen Neckarkanon anstimmen – es hört euch ja keiner! Übrigens besser an einem Sonntag oder Feiertag hingehen – der Hafen ist sonst sehr betriebsam, und es fahren ohne Ende Lastwagen an euch vorbei. Macht keinen Spaß!

Im Moment (April ’21) sind die Bahnübergänge im Mühlauhafen geschlossen. Vielleicht schaut ihr tagesaktuell auf Google Maps nach…

Ausgangspunkt ist diesmal der Musikpark Mannheim an der Ecke Hafenstraße/Neckarvorlandstraße.

Wir gehen über die große gelbe Zugbrücke, von der wir einen schönen Blick auf die Gebäude am Verbindungskanal haben, sowie auf die „Skyline“ der Neckarstadt-West.

Neckarvorlandbrücke

Wir gehen auf der Neckarvorlandstraße weiter. Und weiter. Und immer weiter. Im Zweifelsfall immer rechts abbiegen. Irgendwann erreicht man dann endlich die Neckarspitze!

Rechts auf dem Bild seht ihr die Friesenheimer Inselhier geht es zum empfohlenen Spazierweg dort. Links, rheinabwärts die BASF.

Auf dem Rückweg können wir den Mühlauhafen erleben: Riesige Kräne, Berge von bunten Containern …

Wir gehen einfach die Werfthallenstraße hoch, bis zum Bahnhof Mannheim-Handelshafen. Stellt aber vorher sicher, dass die Bahnübergänge offen sind, sonst müsst ihr entweder über die Bahngeleise klettern oder den ganzen Weg zurück gehen…

Am Handelshafen entweder einfach geradeaus über die Rheinstraße in die Quadrate oder über „Verbindungskanal linkes Ufer“ bis zur Teufelsbrücke und weiter in den Jungbusch, oder am Verbindungskanal einfach weiter, zum Ausgangspunkt am Musikpark.

Ich frage mich, wieviele „Ur-Mannheimer:innen“ noch nie auf der Neckarspitze waren. Oder macht man Schulwandertage dort hin?

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Auf der Nördlichen Rheinpromenade am „Speicher 7“ vorbei Richtung Jungbusch

Dauer: 45-60 Minuten. Umgebung: Rhein, Gentrifizierung, Industriekultur.

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Bei sonnigem Wetter eine sehr schöne Strecke mit Blick auf Ludwigshafen.

Wir starten direkt am Rhein an der Rheinpromenade hinter dem Mannheimer Schloss, gehen diesmal aber nicht rheinaufwärts Richtung Waldpark, sondern rheinabwärts.

Zuerst gehen wir unter der Eisenbahnbrücke und der Adenauerbrücke hindurch und halten uns links auf dem Fußweg.

Gleich hinter der Brücke wird’s ganz nett, versprochen!

Wir bleiben auf dem Fußweg am Rheinufer. Links sind Passagierschiffanlegestellen. Rechts steht ein kleines Denkmal für die Mannheimer Rheinakte, einem wichtigen Vertrag zur freien Schifffahrt auf dem gesamten Rhein im Jahre 1868.

Das Rheinufer wird steiler, und wir kommen an eine Treppe, die an einer Mauer auf das Plateau hochführt. In die Mauer sind interessante Hochwassermarken eingelassen. Hier geht es steil runter ins Wasser, ohne Geländer. Fallt also bloß nicht in den Rhein rein! Auf der Terasse vor „Speicher 7“ könnte man unter normalen Umständen etwas essen und trinken.

Gegenüber die Rheingalerie Ludwigshafen

Wir gehen weiter bis wir an dem großen roten „WELCOME TO MANNHEIM“-Schild und dem Ladekran vorbei kommen. Dann gehen wir rechts über den großen Parkplatz auf den Verkehrskreisel, biegen in die Ludwisgbadstraße und dann rechts in den Schleusenweg ein, wo wir am Rand die alten Bahnanlagenrelikte bewundern können.

Links vom Kreisel, an der Rheinkaistraße, befindet sich übrigens das Zollamt – ein wahres Kleinod traditioneller deutscher Bürokratie! Allein für das Erlebnis lohnt es sich, etwas Zollpflichtiges z. B. aus den USA zu bestellen! Versteht mich nicht falsch: Das Personal ist sehr nett! Aber die Umgebung!!! Hach!

Am Parkring könnten wir direkt zurück in die A-Quadrate gelangen.

Oder wir halten uns auf der linken Seite, bis der Parkring in die Hafenstraße übergeht, der wir bis zur Araltankstelle folgen, wo wir dann rechts in die Jungbuschstraße abbiegen können, auf der wir wieder in die Quadrate gelangen. Ihr seht schon, ich bin Jungbusch-Fan!

Vor der Jungbuschstraße biegt übrigens rechts die Kirchenstraße von der Hafenstraße ab, die so heißt, weil sich dort, rechts, quasi im Hinterhof, die Mannheimer Hafenkirche versteckt.

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Spazieren auf der Reißinsel

Dauer: 1-3 Stunden. Umgebung: Natur, Park, Rheinauen. Anfahrt mit PKW oder Öffis.

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Ein Frühjahrsspaziergang auf der Reißinsel ist wunderbar! Auch wenn Teile der Insel im Frühjahr zum Schutz brütender Wildvögel gesperrt sind.

Die Reißinsel schließt sich nördlich an den Waldpark an, ist aber etwas zu weit von der Innenstadt entfernt. Daher fährt man besser mit der Straßenbahn zur Endhaltestelle Rheingoldhalle und geht – vorbei an der riesigen Schrebergartenkolonie, die Franzosenstraße hinab bis zur Reißinsel. Autoparkplätze gibt es dort ebenfalls, die sind aber an Sonn- und Feiertagen schon früh belegt.

Die Reißinsel ist sehr gut erschlossen und ausgeschildert, für Spaziergänger und Radfahrer. Es gibt jede Menge Wege, Lichtungen, Wiesen, Bänke, Streuobstwiesen, den Bellenkrappen – ein alter Flussarm. Man kann ohne weiteres eine Stunde oder länger mitten in der Natur verbringen und dabei vergessen, wie nahe an der Stadt man tatsächlich ist!

Quelle: OpenStreetMap

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Die Unterführung zur Rheinpromenade

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Die Rheinpromenade ist im Sommer wunderschön zum Flanieren, und auch der Ausgangspunkt für andere, längere Spazierwege. Dort hinzukommen ist allerdings nicht so einfach. Zu viele Straßen, Brücken und Geleise versperren den direkten Weg.

Es gibt allerdings eine kleine Unterführung, die (leider nicht barrierefrei) direkt unter den Bahngeleisen hindurch führt, und die bestimmt nicht jeder kennt:

Quelle: Open Street Maps

Links am Schloss vorbei geht man die Otto-Selz-Straße entlang, überquert dann links Straße und Straßenbahnschienen. Wenn man sich dann rechts hält, führt nach wenigen Metern eine Treppe nach unten, zu einer – zugegebenermaßen ziemlich dubios wirkenden – schmalen Unterführung, die aber direkt in den Schlossgarten führt.

Von dort aus ist es dann nur noch einen Katzensprung bis zum Rheinufer.

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Ein Hundeparadies: Die Friesenheimer Insel

Dauer: 1 – 2 Stunden. Umgebung: Natur, Industriekultur. Anfahrt mit PKW oder Öffis.

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Unser Sonntags-Klassiker: Spaziergang auf dem Rheindamm auf der Friesenheimer Insel.

Die Friesenheimer Insel ist zu weit von den Quadraten entfernt, um zu Fuß hin zu gelangen.

Anfahrt mit dem Auto: Zur Kammerschleuse am Bonadieshafen fahren, direkt hinter der Kammerschleuse scharf links abbiegen – Gegenverkehr beachten! Nach 200 m befindet sich rechts der kleine Parkplatz der Schrebergartenkolonie.

Mit den Öffis: Bus Linie 53 hält an der Kammerschleuse.

Tipp: Der Blick von der Kammerschleuse auf die Silos und Industrieanlagen rund um den Bonadieshafen ist genial – wenn man Industrie-Kultur mag!

Kammerschleuse
Bonadieshafen

Jetzt aber zum Rundweg auf dem Rheindamm:

Wir gehen – falls wir noch nicht mit dem Auto dort sind – das Sträßchen „An der Kammerschleuse“ runter bis zu dem bereits erwähnten kleinen Parkplatz rechts.

„Hundelaufsteg“ auf dem Rheindamm

Dann auf den breiten Rheindamm Richtung Norden, und immer weiter, solange wir Lust haben! Wenn irgendwann rechts wieder die Straße auf den Rheindamm trifft, gehen wir nach etwa 100 m links hinunter, zum Rheinufer, wo auch – direkt am Rhein und mitten im Nichts! – die Shisha-Bar „Mekan“ liegt.

Wem das zu weit ist: Man kann jederzeit einen der Fußpfade links über die Felder zum Rheinufer nehmen und abkürzen.

Die ganze Zeit über hatten wir einen wunderbaren Blick – naja, einen Blick, eben – auf die BASF auf der anderen Rheinseite. Das ist übrigens Friesenheim, zu dem die Insel, auf der wir uns befinden, vor der Rheinbegradigung gehört hat.

Infotafel an der Kammerschleuse

Wie dem auch sei: Am „Mekan“ turnen wir auf gut Neudeutsch left und spazieren gemütlich am Rheinufer zurück zu unserem Ausgangspunkt. Auf halber Strecke liegt am Ufer vertäut die „ARCHE NOACK“ – ein Supermarkt für Schiffer, wenn ich das richtig gelesen habe… Und dann sehen wir auch schon die Neckarspitze – do, wo de Neggar in de Rhoi noi laaft.

„Arche Noack“
Neckarspitze

Über einen Ausflug auf die Neckarspitze selbst werde ich ein andermal schreiben.

Und dann sind wir auch schon wieder am Ausgangspunkt zurück.

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